ich weiß mittlerweile ehrlich gesagt nicht mehr, was wir noch machen sollen.
Wir wohnen in Stuttgart in einem eigentlich ruhigen Wohngebiet mit überwiegend Häusern und Familien. Wir haben uns bewusst für diese Gegend entschieden, weil es hier ruhig war. Nun wird ein Nachbarhaus umfassend renoviert, und seitdem gibt es fast jeden Tag massiven Baulärm.
Die Maschinen beginnen morgens gegen 7 Uhr und laufen dann stundenlang. An manchen Tagen fühlt es sich praktisch durchgehend an. Man kann zwar rein theoretisch noch im eigenen Haus bleiben, aber normal leben kann man so kaum noch. Konzentriertes Arbeiten, Homeoffice, Ausruhen, Fenster öffnen, im Garten sitzen oder einfach einmal einen ruhigen Moment haben – all das ist fast unmöglich.
Besonders frustrierend ist, dass das offenbar noch viele Monate, möglicherweise fast ein Jahr, so weitergehen soll. Natürlich darf jemand sein Haus renovieren, und ich erwarte keine völlige Ruhe. Aber es kann doch nicht sein, dass eine einzige Baustelle das normale Leben für eine ganze Nachbarschaft über einen so langen Zeitraum praktisch unmöglich macht und alle anderen das einfach hinnehmen müssen.
Was sollen die übrigen Nachbarn in dieser Zeit machen? Jeden Tag das Haus verlassen, woanders arbeiten, den Garten nicht mehr nutzen und akzeptieren, dass man im eigenen Zuhause keine Ruhe mehr findet?
Gibt es in Stuttgart wirklich keine Behörde, die Anwohner vor dauerhaftem und extremem Baulärm schützt, auch wenn die Arbeiten grundsätzlich tagsüber erlaubt sind? Kann jemand prüfen, ob die Lautstärke und die Art der Arbeiten noch verhältnismäßig sind? Können Lärmpausen, leisere Maschinen oder feste Zeiten für besonders laute Arbeiten verlangt werden?
Ich möchte die Renovierung nicht verhindern. Aber ich kann kaum glauben, dass alle anderen über Monate keinerlei wirklichen Schutz haben und ihr eigenes Zuhause einfach nicht mehr normal nutzen können.
Hat jemand eine ähnliche Situation erlebt und tatsächlich etwas dagegen unternehmen können?